Sport nur noch per Live Ticker

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Die Sportsendungen, ob Live oder in der Zusammenfassung, sind ein Störenfried in jeder Familie; so sehen das zumindest die Familienmitglieder, die sich nicht für Bundesliga, Formel I und Fußball Länderspiele interessieren. Das sind nicht nur nach dem Klischee meistens die Ehefrauen beziehungsweise Lebenspartnerinnen und die Töchter, denn sie haben in der Regel andere Interessen, wobei aber die Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen. Sicher ist es diesen, dem TV Sport weniger zugetanen Menschen lieber, die Partner und Väter sehen sich die Zusammenfassung zu Hause an, als im Stadion zusammen mit Tausenden anderen Fans einen Sieg zu feiern oder eine Niederlage hinunter zu spülen. Doch wenn der Sport so wichtig ist, dass deswegen keine Ausflüge und anderen gemeinsamen Unternehmungen mehr stattfinden, ist das in ihren Augen auch nicht in Ordnung. Doch auf der anderen Seite: Warum sollte ein Mensch, der begeistert vom nationalen und internationalen Sportgeschehen ist, auf die Übertragung auf sky oder im normalen Programm verzichten?

Per Live Ticker kann sich jeder, der das möchte und die Funktion aktiviert hat, über das Handy auf dem Laufenden halten. Man bekommt, egal, wo man sich befindet, eine Nachricht darüber, wie sich der Spielstand verändert hat, wer gerade auf die Pole Position vorgeprescht ist und wer genau das Tor für die eigene Mannschaft geschossen hat. Auch, wenn die Begeisterung darüber die Umsitzenden im Restaurant, im Kino oder beim Ausflug im Freizeitpark vielleicht etwas nervt: Zumindest körperlich ist der Vati oder Freund, der Mann oder Opa anwesend – und das ist doch immerhin etwas. Einem jeden Recht machen wird man es ohnehin nicht können. Der Live Ticker ist aber wenigstens ein mobiler und mitnahmefähiger Kompromiss.

Ausbildungsbeihilfe als Starthilfe für Azubis

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Ein Lehrling hat es nicht leicht, mit seinem Geld auszukommen. Er verdient nur weniger hundert Euro in seiner gesamten Ausbildungszeit und muss zusehen, wie er mit diesem Einkommen über die Runden kommt. Nicht möglich ist von dem Nettogehalt meistens ein Finanzieren von Wohnung und Auto. Ein Optikerlehrling verdient im ersten Lehrjahr laut Tarif 400 Euro. Davon werden die üblichen Abgaben entrichtet, sodass 310 Euro übrig bleiben. Für einen Auszubildenden, der noch zu Hause wohnen kann, mag dies ausreichen; ein Problem haben jene Lehrlinge, deren Ausbildungsstelle so weit von zu Hause weg ist, dass die Unterkunft im Elternhaus ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Um etwas mehr Geld in der Tasche zu haben, kann hier eine Ausbildungsbeihilfe bei der Arbeitsagentur beantragt werden. Nicht jeder Antrag, der hier gestellt wird, wird letztendlich auch bewilligt, da es vom Gesetzgeber einige Auflagen gibt. So muss zum Beispiel die Ausbildungsstelle soweit vom Elternhaus entfernt liegen, dass eine Unterbringung am Arbeitsort von Nöten ist. Die Kosten für Miete und Anreise sind dann unter gewissen Bedingungen förderungsfähig. Das Einkommen der Eltern spielt auch eine Rolle: Hier gibt es Einkommensgrenzen. Liegt das Einkommen der Eltern unter dieser Grenze, ist ihnen der Mehraufwand nicht zuzumuten. Natürlich ist über Miete und Fahrtkosten der Nachweis zu erbringen. Gezahlt wird ab dem Monat der Antragsstellung, was bedeutet, dass die Azubis sich rechtzeitig informieren müssen und der Antrag pünktlich am besten vor Ausbildungsbeginn bei der Arbeitsagentur eingereicht werden muss.

Der Staat will durch diese Förderung eine Gleichheit aller Auszubildenden auf dem Markt herbeiführen. Das Elternhaus und dort existierende finanzielle Grundlagen sollen nicht entscheidend dafür sein, ob und welche Ausbildung ein junger Mensch absolvieren kann. Auch für sozial schwächer gestellte Jugendliche wird so eine höchstmögliche Qualifikation ermöglicht. Andere Bedingungen gelten für behinderte Menschen. Die gesetzlichen Bestimmungen beruhen alle auf dem Grundgesetz, nach dem der Gleichheitsanspruch aller Bürger auch in Sachen Bildung gewährleistet werden soll.

Im Handwerk gibt es zu viele freie Lehrstellen

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Die Arbeitslosenzahlen sind erfreulich niedrig, auch wenn sich immer noch viele Menschen nicht aus eigener Kraft ernähren können. Diese Statistiken sind besonders bei Lehrlingen besonders kurios. Es gibt viele Lehrlinge, die einen Ausbildungsplatz suchen, aber auch ebenso viele freie Stellen, die einfach nicht besetzt werden können. Besonders davon betroffen ist das Handwerk, wo die Qualifikation und auf der anderen Seite auch das mangelnde Interesse der Schulabgänger eine Vergabe aller verfügbaren Ausbildungsstellen unmöglich machen.

Auch, um ein Handwerk zu erlernen, muss man eine gewisse Bildung mitbringen. Es könnte sonst zu Problemen kommen, in dem Bestreben, auch wirklich mit einem Gesellenbrief die Ausbildung abzuschließen. Qualifizierte Schulabgänger entscheiden sich aber dann oft für Berufe in der IT Branche oder in Verkaufs- beziehungsweise Büroberufen oder sie schlagen eine medizinische Richtung ein. Ein weiterer Anteil studiert. Auch das Problem mit einer gewissen Demotivation oder Unsicherheit besteht in großem Maße auf Seiten der Auszubildenden. So bleiben letztendlich nicht genügend Schüler übrig, die sich zu kompetenten Fachkräften ausbilden lassen. Der Mangel an Fachkräften ist jetzt schon enorm und wird sich ganz sicher in den nächsten Jahren weiter verschlimmern. Das bedeutet nicht zuletzt, dass dies eine große Gefahr für die deutsche Wirtschaft ist, denn wo keine Fachkräfte arbeiten, können Aufträge nicht angenommen und ausgeführt werden. Damit könnte Deutschland sogar seinen Status als Exportriese verlieren.

Die Tradition, dass ein Sohn den Betrieb des Vaters übernimmt oder beruflich in seine Fußstapfen tritt, ist nicht mehr aktuell. Freie Berufswahl bedeutet aber dann auch, dass das Handwerk, von dem es einst hieß, es habe goldenen Boden, nicht mehr so interessant, sauber und gewinnbringend wirkt, wie andere Berufe, in denen man sich die Finger nicht schmutzig machen muss. Diese Lücke gilt es dringend zu schließen, damit die Konsequenzen nicht ausufern.

Wie zuverlässig sind Gutachten wegen Haftentlassung?

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Mancher Straftäter, der verurteilt wird, kommt nicht in eine normale Haftanstalt, aus der er wieder einfach entlassen wird, wenn er seine Strafe ganz, zu zwei Drittel oder zur Hälfte abgesessen hat. Es gibt auch Verbrecher, die in eine psychiatrische beziehungsweise forensische Haftanstalt eingewiesen werden. Diese Einweisung erfolgt dann, wenn der Täter eingeschränkt schuldfähig war oder schwere psychische Störungen den Verdacht aufkommen lassen, dass immer wieder Gefahr von einem Täter ausgehen könnte. Nach der zu verbüßenden Haftzeit, die im Urteil festgelegt wird, wird hier dann ein Gutachten von einem Psychologen erstellt, das darüber Auskunft gibt, ob ein Täter rückfällig werden könnte und ob seine soziale Prognose auf ein straffreies Leben hinweist.

Hier beurteilt ein Mensch einen anderen Menschen. Der eine hat psychologische Kompetenz, kennt den Inhaftierten vielleicht auch schon aus Therapie und Gesprächsstunden. Der andere ist Täte rund will nichts anderes, als wieder auf freiem Fuße leben. Muss nun nicht der Psychologe davon ausgehen, dass der freiheitsliebende Gegenüber alles sagen würde, nur um positiv bewertet zu werden? Ist ein solches Gutachten nicht durch die Gefahr von Schönreden und Halbwahrheiten gefährdet? Kann sich der Gutachter wirklich zu 100 Prozent sicher sein, dass der Täter nicht alles versucht, um freizukommen und sich einfach so verhält und äußert, wie der Gutachter das sehen und hören möchte, dabei aber schon längst wieder grausame Phantasien verfolgt? Das ist die eine Seite der Medaille, aber auf der anderen ist ein genauso schlimmes Bild eingestanzt: Der Täter, der als geheilt entlassen wurde, der aber von Nachbarn und Dorfbewohnern gejagt, geächtet und beschimpft wird. Gut, dass nicht nach den Regeln der Gesellschaft, sondern nach Kompetenz begutachtet wird…

Chemische Belastung: Gefährliches Spielzeug

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Spielzeug für Kinder sollte etwas sein, das Eltern ohne Bedenken kaufen können sollten. Dass dem nicht so ist, bewies nun eine Untersuchung der Stiftung Warentest, bei der herauskam, dass bis auf 20 Prozent der getesteten Spielwaren alle untersuchten Produkte mit chemischen Schadstoffen behaftet waren. Dabei waren auch Spielzeuge, die mit einem Gütesiegel ausgezeichnet waren, auf das sich viele Eltern bisher immer verlassen hatten.

Sowohl bei Puppen, bei denen vor allem die gefärbte Kleidung erhebliche gesundheitliche Risiken barg, als auch bei Kuscheltieren, sogar von einem sehr namhaften und teuren Anbieter, wurden Chemikalien nachgewiesen. Die gemessenen Werte befanden sich zwar unterhalb der vom Gesetzgeber angeordneten Höchstwerte, was jedoch nicht bedeutet, dass die Kinder, die damit engen Kontakt beim Spielen oder gar im Bett beim Schlafen haben, nicht in einer gewissen Gefahr schweben. Allergien können auftreten und manche Stoffe sind in gewisser Konzentration sogar krebserregend. Das gleiche gilt für die Lasuren und Lackierungen bestimmter Holzspielzeuge und einer Menge anderer Dinge, die tagtäglich über die Ladentheke gehen. Woher die Produkte genau stammen, machte beim Test keinen Unterschied: Die altbekannte Annahme, dass Waren aus dem Nahen Osten gefährlicher seien, als deutsche Waren, bewahrheitete sich nicht.

Eltern müssen also gleich auf mehrere Faktoren achten, wenn sie in Zukunft für ihre Kinder einkaufen gehen. Spielzeug muss altersgemäß sein, das heißt, dass sich keine Kleinteile am Spielzeug befinden dürfen, wenn das Kind noch gefährdet ist, etwas verschlucken zu können. Ebenso muss man Acht geben, dass die Spielwaren nicht nach chemischen Mitteln riechen oder sich Farbe abreiben lässt. Ein großes Stück Verantwortung, von dem die Spielwarenindustrie einiges abnehmen könnte, würde ein wenig mehr nach den Gesundheitsvorgaben produziert.