Kein TV Sender, der etwas auf sich hält, verzichtet heute auf ein ansprechendes Comedy Programm. In geballter Form traten all die Comedians nun beim Deutschen Comedypreis 2010 auf. Das bedeutete nicht, dass hier ein Marathon im Witzeerzählen geplant wurde, oder jeder bemüht war, sich in Selbstdarstellung zu üben: Es trafen auf dem roten Teppich die Menschen zusammen, die dafür sorgen, dass die TV Zuschauer bei aller Ernsthaftigkeit im Leben das Lachen nicht vergessen. Der Preis, der hier verliehen wird, ist ein Tribut an den Humor, den Ideenreichtum und besondere Leistungen im Bereich der Comedy. Seit nunmehr 13 Jahren werden die Nominierungen und die Auszeichnungen nun vergeben.
Es sind unterschiedliche Kategorien, in denen die Schauspieler, Moderatoren und Comedians nominiert werden. Die beste Serie, der beste Comedian, der oder die beste Darsteller beziehungsweise Darstellerin, das Lebenswerk und natürlich auch Sonderpreise gibt es abzuräumen, ganz standesgemäß mit einer Laudatio. Seit neun Jahren gibt es eine TV Übertragung durch RTL, die auch mit wachsender Begeisterung die Zuschauer an sich fesselt. Tränenreiche Reden, wie man sie zum Beispiel vom Oscar kennt, werden hier nicht gehalten. Auch nach der Übergabe des Preises, wie schon bei der Laudatio, spiegelt sich das wider, was die Preisträger am besten können: Mit Witz und Charme die lustigen Seiten zu sehen, dabei ein wenig provokativ zu sein und – einmal mehr und einmal weniger geistreich – für Unterhaltung zu sorgen.
Preisträger in diesem Jahr waren unter anderem Cindy aus Marzahn, die Comedy Queen in fülligem Pink, aber auch Mario Barth als erfolgreichster Live-Act. Die beste „komische“ Serie war Danni Lowinski und Anke Engelke konnte zusammen mit ihren Kollegen den Preis für Ladykracher einheimsen. Nominiert waren auch Eckart von Hirschhausen für den besten Komiker, sowie Bastian Pastewka als bester Schauspieler. Sie gingen leer aus, im Gegensatz zu tv-total, der erfolgreichsten Late Night Show.