Spielzeug für Kinder sollte etwas sein, das Eltern ohne Bedenken kaufen können sollten. Dass dem nicht so ist, bewies nun eine Untersuchung der Stiftung Warentest, bei der herauskam, dass bis auf 20 Prozent der getesteten Spielwaren alle untersuchten Produkte mit chemischen Schadstoffen behaftet waren. Dabei waren auch Spielzeuge, die mit einem Gütesiegel ausgezeichnet waren, auf das sich viele Eltern bisher immer verlassen hatten.
Sowohl bei Puppen, bei denen vor allem die gefärbte Kleidung erhebliche gesundheitliche Risiken barg, als auch bei Kuscheltieren, sogar von einem sehr namhaften und teuren Anbieter, wurden Chemikalien nachgewiesen. Die gemessenen Werte befanden sich zwar unterhalb der vom Gesetzgeber angeordneten Höchstwerte, was jedoch nicht bedeutet, dass die Kinder, die damit engen Kontakt beim Spielen oder gar im Bett beim Schlafen haben, nicht in einer gewissen Gefahr schweben. Allergien können auftreten und manche Stoffe sind in gewisser Konzentration sogar krebserregend. Das gleiche gilt für die Lasuren und Lackierungen bestimmter Holzspielzeuge und einer Menge anderer Dinge, die tagtäglich über die Ladentheke gehen. Woher die Produkte genau stammen, machte beim Test keinen Unterschied: Die altbekannte Annahme, dass Waren aus dem Nahen Osten gefährlicher seien, als deutsche Waren, bewahrheitete sich nicht.
Eltern müssen also gleich auf mehrere Faktoren achten, wenn sie in Zukunft für ihre Kinder einkaufen gehen. Spielzeug muss altersgemäß sein, das heißt, dass sich keine Kleinteile am Spielzeug befinden dürfen, wenn das Kind noch gefährdet ist, etwas verschlucken zu können. Ebenso muss man Acht geben, dass die Spielwaren nicht nach chemischen Mitteln riechen oder sich Farbe abreiben lässt. Ein großes Stück Verantwortung, von dem die Spielwarenindustrie einiges abnehmen könnte, würde ein wenig mehr nach den Gesundheitsvorgaben produziert.