Im Handwerk gibt es zu viele freie Lehrstellen

Wirtschaftsnews Comments Off

Die Arbeitslosenzahlen sind erfreulich niedrig, auch wenn sich immer noch viele Menschen nicht aus eigener Kraft ernähren können. Diese Statistiken sind besonders bei Lehrlingen besonders kurios. Es gibt viele Lehrlinge, die einen Ausbildungsplatz suchen, aber auch ebenso viele freie Stellen, die einfach nicht besetzt werden können. Besonders davon betroffen ist das Handwerk, wo die Qualifikation und auf der anderen Seite auch das mangelnde Interesse der Schulabgänger eine Vergabe aller verfügbaren Ausbildungsstellen unmöglich machen.

Auch, um ein Handwerk zu erlernen, muss man eine gewisse Bildung mitbringen. Es könnte sonst zu Problemen kommen, in dem Bestreben, auch wirklich mit einem Gesellenbrief die Ausbildung abzuschließen. Qualifizierte Schulabgänger entscheiden sich aber dann oft für Berufe in der IT Branche oder in Verkaufs- beziehungsweise Büroberufen oder sie schlagen eine medizinische Richtung ein. Ein weiterer Anteil studiert. Auch das Problem mit einer gewissen Demotivation oder Unsicherheit besteht in großem Maße auf Seiten der Auszubildenden. So bleiben letztendlich nicht genügend Schüler übrig, die sich zu kompetenten Fachkräften ausbilden lassen. Der Mangel an Fachkräften ist jetzt schon enorm und wird sich ganz sicher in den nächsten Jahren weiter verschlimmern. Das bedeutet nicht zuletzt, dass dies eine große Gefahr für die deutsche Wirtschaft ist, denn wo keine Fachkräfte arbeiten, können Aufträge nicht angenommen und ausgeführt werden. Damit könnte Deutschland sogar seinen Status als Exportriese verlieren.

Die Tradition, dass ein Sohn den Betrieb des Vaters übernimmt oder beruflich in seine Fußstapfen tritt, ist nicht mehr aktuell. Freie Berufswahl bedeutet aber dann auch, dass das Handwerk, von dem es einst hieß, es habe goldenen Boden, nicht mehr so interessant, sauber und gewinnbringend wirkt, wie andere Berufe, in denen man sich die Finger nicht schmutzig machen muss. Diese Lücke gilt es dringend zu schließen, damit die Konsequenzen nicht ausufern.

Facebook als Wirtschaftsfaktor

Wirtschaftsnews Comments Off

Facebook boomt, bringt seinem Erfinder Milliarden und verbindet viele Menschen miteinander. Aber auch als Wirtschaftsfaktor ist diese riesige Community mittlerweile zu sehen. Es kann hier eine Menge Werbung gemacht werden. Sowohl für Urlaubsregionen, als auch für Firmen kann hier jederzeit ein Profil erstellt werden. Interessante Veranstaltungen in einer Gemeinde können mit dem „gefällt mir“ Button gekennzeichnet und geteilt werden. Sogar, ob man an einer Veranstaltung teilnimmt, kann allen Freunden mitgeteilt werden. So spricht sich herum, was öffentlich gemacht wird und die Besucher vermehren sich deutlich gegenüber einer Festivität oder kulturellen Darbietung, die nicht „gefällt“. Facebook bringt also neben einem gewissen Spaßfaktor auch gewisse wirtschaftliche Vorteile mit sich.

Allerdings gibt es, wie so oft, auch Nachteile. Angestellte, die einen PC mit Internet am Arbeitsplatz stehen haben, sind versucht, nicht nur von zu Hause aus, sondern auch im Büro die neusten Aktivitäten der Freunde und Bekannten einmal durchzulesen. Auch die eigene Unlust, die Pläne für den Abend oder die Geschehnisse vom missglückten Start in den Tag werden hier regelmäßig gepostet. Dies geschieht natürlich auf Kosten des Chefs, sofern es nicht während der Mittagspause oder vor Arbeitsantritt geschieht. Eine Million Menschen, die eine Minute Arbeitszeit bei Facebook verbringen, sind eine stattliche Summe an Lohn, die umsonst bezahlt wird. Das wissen natürlich auch die Arbeitgeber und sperren immer mehr das Internet auch für die private Nutzung. Wer sich trotz ausdrücklichem Verbot nicht daran hält, und sich bei Facebook vom Chef erwischen lässt, riskiert beim ersten Verstoß eine Abmahnung. Bei wiederholtem Nichtbefolgen droht sogar die Kündigung.